Psychologie

Heute ist immer die Rede davon, dass die psychischen Erkrankungen in den letzten Jahren drastisch zugenommen haben – zu einem gewissen Anteil mag dies zwar so sein, allerdings ist auch zu vermuten, dass es vielmehr auch der offenere Umgang mit dieser Thematik ist, der diese Fälle überhaupt ans Licht bringt. Psychisch Kranke wird es wohl zu allen Zeiten gegeben haben, nur dass mittlerweile bessere Möglichkeiten zur Einordnung dieser Krankheitsbilder gibt. Allerdings is die Psyche und alles, was damit zusammenhängt, auch in der heutigen Zeit, die wir ja nun eigentlich als modern und aufgeschlossen Bezeichnen, eine Art rotes Tuch. Oft wird über diese Problematik immer noch nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen und selbst Angehörige der Erkrankten schämen sich oftmals für das „schwarze Schaf“.

Psychologie
Doch wann ist jemand psychisch Krank? Die Grenzen zwischen einem Menschen mit gesunder und kranker Psyche sind oftmals sehr verschwommen, denn wer vermag als Laie schon zu beurteilen, ob jemand einfach nur erschöpft ist, oder aber beispielsweise am Burnout-Syndrom leidet? Oftmals habe die betroffenen selber auch große Angst, sich ein psychisches Leiden einzugestehen – zu fremd und bedrohlich ist alles, was man mit einer solchen Erkrankung verbindet. Viele wagen sich erst dann zum Arzt, wenn der Leidensdruck oftmals kaum mehr zu ertragen ist und sie stark in ihrem alltäglichen Leben eingeschränkt sind. Wenn sie diesen Schritt dann jedoch erstmal gewagt haben, kann vielen der Betroffenen tatsächlich auch geholfen werden. Denn mittlerweile stehen viele Therapieverfahren zur Verfügung, die auf die speziellen Symptomatiken ausgerichtet sind. Oftmals werden begleitend zur Therapie auch Medikamente eingesetzt.
Zu den wohl am verbreitetsten psychischen Erkrankungen gehören Depressionen, Ess- und Zwangsstörungen, das chronische Erschöpfungssyndrom, aber auch Angst- und Panikstörungen und Suchterkrankungen. Immer häufiger ist auch das Auftreten der sozialen Phobie zu verzeichnen. Darunter versteht man eine Art soziale Angst, die immer dann verstärkt auftritt, wenn sich die Betroffenen mit anderen Menschen umgeben. Plötzlich tauchen dann Minderwertigkeitsgefühle, Hemmungen und übermäßige Schüchternheit auf. Die Betroffenen haben eine große Angst davor, sich zu blamieren und trauen sich nichts mehr zu. Aber auch die Ess- und Zwangserkrankungen tauchen in den letzten Jahren immer öfter auf – eigentlich kein Wunder in einer Welt, in der überwiegend alles möglichst perfekt und vorbildlich sein muss bzw. sein sollte.